Wie Innenarchitekten arbeiten – Teil 2

Die Arbeit eines Innenarchitekten mag von außen betrachtet eher nüchtern sein: Den größten Teil der Arbeitszeit verbringen sie im Büro, wo sie vor dem Computer oder dem Zeichenbrett sitzen und arbeiten. Tatsächlich lassen sie dabei aber ganze Innenwelten entstehen, ohne die Gebäude nur kalte, harte Betonhallen bleiben würden. Im ersten Teil wurde die generelle Arbeitsumgebung und -weise von Innenarchitekten beschrieben. Hier soll darauf eingegangen werden, was eigentlich genau Gegenstand der Planungen ist.

Innenarchitekten und ihre Aufgaben

Man sollte die Frage, was in den Kompetenzbereich der Innenarchitekten fällt, vielleicht zuerst damit erklären, was NICHT deren Aufgaben sind:

Die Wände, Böden und Decken, Räume, Säle und Säulen in einem Gebäude sind bereits errichtet worden, bevor ein Innenarchitekt seinen Beitrag hinzufügt. Alles, was also mit der grundlegenden, „harten“ Struktur des Gebäudes zu tun hat, fällt nicht in den Aufgabenbereich der Innenarchitekten. Das gilt auch für normale Wände, selbst wenn sie irgendwo „innen“ im Gebäude sind.

Was Wände angeht, so mögen Innenarchitekten Wände bei Sanierungsarbeiten höchstens einreißen oder neue raumtrennende Wände aufstellen lassen. Doch der größte Arbeitsaufwand wird eindeutig bei der Gestaltung der Räume selbst geleistet. Das betrifft die Auslegung der Böden, Bemalung und Beschichtung der Wände sowie der Decken.

Kurzum, Innenarchitekten sind für die optimale Raumgestaltung zuständig. Sie sollen dabei auch an das Wohlbefinden der Menschen im Inneren denken. Und so kommen sie auch häufig ins Spiel, wenn Möbel im Raum aufgestellt werden sollen: Dann errechnen und ermessen sie, wie welche Schränke nach den Maßen am besten die Raumverhältnisse ausfüllen, wo Platz erhalten bleiben sollte und wo er zugunsten von Stauraum geopfert werden kann. Das lässt einen Innenarchitekten schnell die Rolle eines Einrichtungsberaters einnehmen. Sei es nun bei der Gestaltung von Restaurants oder Arztpraxen, bei Ausstattung durch Freizeit- oder Büromöbel.

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